DMA Drescher Michalski Architekten

Ein ehemaliges Busdepot aus den 30er Jahren in Karlsruhe wird zu neuen Räumen für den Stadtjugendausschuss umgenutzt. Die ‚RVS-Hallen‘ bilden dabei den 2. Bauabschnitt. Sie wurden für Reparaturen und Lackierarbeiten genutzt und sollten zunächst ersatzlos abgebrochen werden.

Der lange Baukörper mit seiner einfachen Grundstruktur bot aber ein stabiles räumliches Gerüst für verschiedene Nutzungen und konnte so erhalten werden. Durch einen Parkour- und einen Skatebereich sowie Räume für das ‚KSC-Fanprojekt‘ des STJA kommt neues Leben in die Hallen. Dazwischen befindet sich ein Durchgang, der den benachbarten Park zukünftig nach Süden erweitern wird.

Eine umfassende energetische Sanierung war wirtschaftlich nicht tragbar. Stattdessen wurde die Hallen weitestgehend in ihrem entkernten Zustand belassen. Die Sportbereiche sind daher ‚Kalthallen‘. Hier wurden neue Zugänge geschaffen, Tore aufbereitet und teils versetzt sowie neue Böden und Infrastruktur-Container zur Verfügung gestellt.

Beim Fanprojekt handelt es sich dagegen um eine gedämmte Raum-in-Raum-Lösung mit Büros, WCs, einer Küche und einem Veranstaltungsraum. Die Einbauten in leichter Holzbauweise ermöglichen den Verzicht auf Eingriffe wie neue Fundamente in der Bodenplatte und ergänzen zugleich den industriellen Charme des Bestands, dessen graue Energie erhalten und sein architektonisches Potential ausgeschöpft werden konnte.